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Heinz Bienefeld, 1926-1995 (Schriftenreihe zur Plan- und Modellsammlung des Deutschen Architektur-Museums in Frankfurt am Main), Wolfgang Voigt
Heinz Bienefeld, 1926-1995 (Schriftenreihe zur Plan- und Modellsammlung des Deutschen Architektur-Museums in Frankfurt am Main), Wolfgang Voigt
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Die Nachrufe nannten ihn einen "Architekten der Stille" und "Baumeister der Bescheidenheit". Als der Bund Deutscher Architekten ihm posthum seinen großen BDA-Preis verlieh, bezeichnete ihn der Architekturkritiker Manfred Sack als einen "außerordentlichen, eigenwilligen, selbstbewußten, aufrechten, seine Überzeugung niemals verratenden, gestaltungsbesessenen, unaufhörlich nach der wirklichen Schönheit suchenden Architekten". Der aus einer Handwerkerfamilie stammende Heinz Bienefeld (1926-1995) war ein Schüler Dominikus Böhms. Mit beeindruckender Konsequenz ging er seinen eigenen Weg, der sich einer Einordnung in die Zeitströmungen entzieht. Trotz starker Bezüge zur Antike verfiel er weder der Geschwätzigkeit der Postmoderne noch den Verlockungen eines antimodernen Traditionalismus. Seine meisterhaft detaillierten Wohnhäuser und Kirchen, die lange nur für Kenner ein Begriff waren, können als gebaute Architekturmanifeste gelesen werden, an denen nicht nur die Grundrisse, sondern noch das sprödeste, jedoch akribisch durchgebildete Detail etwas mitzuteilen haben - über Form und Stoff, über das Wesen des benutzten Materials, über Oberflächen und Tektonik, über das Zusammenfügen der Teile und den Zusammenhang mit dem Ganzen. Heute gibt es keinen Zweifel mehr, daß der im Rheinland wirkende Architekt, den Zeitgenossen als "deutschen Carlo Scarpa" titulierten, einer der überragenden Baukünstler unseres Jahrhunderts war.
Das Buch ist die erste umfassende Monografie über Heinz Bienefeld, einen der eigenwilligsten deutschen Architekten der Nachkriegszeit.
Der Architekt: Bienefeld (Schüler von Dominikus und Gottfried Böhm) gilt als Außenseiter, der sich modischen Strömungen wie der Postmoderne konsequent verweigerte.
Der Stil: Seine Bauten – meist Wohnhäuser und Kirchen – zeichnen sich durch eine fast archaische Materialität aus. Er legte extremen Wert auf handwerkliche Perfektion, insbesondere beim Ziegelmauerwerk und bei der Detaillierung von Fenstern und Türen.
Das Material: Der Band dokumentiert seine Entwürfe mit zahlreichen Grundrissen, Schnitten und Fotos. Es wird deutlich, wie er historische Bezüge (Antike, Palladio) in eine zeitlose, moderne Formensprache übersetzte.
Das Urteil: Für Architekten, die sich für "Echtheit" im Bauen interessieren, ist dieses Buch eine Offenbarung. Bienefeld wird oft als der „deutsche Carlo Scarpa“ bezeichnet.
Pro: Die Qualität der Darstellung ist hervorragend. Bienefelds Obsession für das Detail (z.B. wie ein Fensterrahmen in der Wand sitzt) wird in den Plänen wunderbar sichtbar. Das Buch strahlt die gleiche Ruhe und Solidität aus wie seine Gebäude.
Zustand: gebraucht
Autor(en): Wolfgang Voigt
Publikations Jahr: 1999
Seiten: 299
Bindung: Hardcover
Sprache: Deutsch
Herausgeber: Wasmuth
EAN: 9783803012029
ISBN: 3803012023
Gewicht: 1656.0 g
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