Orell Füssli Verlag
Wettkampf um die Klugen: Kompetenz, Bildung und die Wohlfahrt der Nationen, Gunnar Heinsohn
Wettkampf um die Klugen: Kompetenz, Bildung und die Wohlfahrt der Nationen, Gunnar Heinsohn
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Bildung und Kompetenz ihrer Einwohner bilden die Grundlage für die wirtschaftliche und technische Entwicklung jeder Nation und ihres Wohlstands. Kompetenzforscher vergleichen mitleidslos die gesamte Menschheit und finden dabei bestürzende Leistungsunterschiede. Die besten Schüler finden sich in Ostasien. Das Mittelmaßβ stellt die europäische Welt mit Ländern in Nordamerika, Europa und Ozeanien. Die Mehrheit der Länder, stellen die schlechtesten Schüler. Das heißt zwei Drittel der Menschheit haben kaum Chancen, weil in ihren Ländern die Expertise für den Aufbau von High-Tech-Branchen fehlt, ohne die es – jenseits von Rohstoffen – keinen Zugang zu den Weltmärkten gibt.
Die Förderung von Qualifikation und Kompetenz, wie auch eine geschickte Einwanderungspolitik gehört deshalb zu den dringlichsten Aufgaben der Politik, wenn sie das Wohlstandsniveau ihrer Nationen nicht gefährden wollen.
Gunnar Heinsohn beschreibt diese brisante These mit Lösungsansätzen eindrücklich in seinem neuen Buch.
Heinsohn unterteilt die Welt nicht nach politischen Systemen oder Ideologien, sondern streng nach der durchschnittlichen schulischen Leistungsfähigkeit (oft basierend auf PISA- und TIMSS-Studien).
Die Spitzenreiter (Ostasien): Länder wie Japan, Südkorea, Singapur und Teile Chinas bilden die globale Elite. Sie bringen die höchste Dichte an mathematisch-naturwissenschaftlicher Kompetenz hervor.
Das Mittelmaß (Die westliche Welt): Europa, Nordamerika und Ozeanien (Australien/Neuseeland) liegen im globalen Vergleich nur im Mittelfeld. Heinsohn warnt hier vor einem Abstieg, da der Vorsprung gegenüber dem „Rest“ schmilzt, während der Abstand zur Spitze wächst.
Die Abgehängten (Die Mehrheit): Der Großteil der Weltbevölkerung lebt in Ländern, in denen das Bildungsniveau derzeit nicht ausreicht, um komplexe High-Tech-Industrien eigenständig aufzubauen oder zu betreiben.
2. Der wirtschaftliche Flaschenhals
Der Text stellt eine direkte Kausalität her: Kompetenz = Marktzugang.
„Das heißt zwei Drittel der Menschheit haben kaum Chancen, weil in ihren Ländern die Expertise für den Aufbau von High-Tech-Branchen fehlt...“
High-Tech als Türöffner: Ohne mathematisch-technische Elite gibt es keine Innovationen in IT, Pharma, Ingenieurwesen oder KI.
Die Rohstoff-Falle: Länder ohne diese „Kognitive Kompetenz“ bleiben auf den Export von Rohstoffen beschränkt. Das macht sie verwundbar und verhindert nachhaltigen Wohlstand, da die Wertschöpfung anderswo stattfindet.
3. Die politischen Handlungsfelder
Heinsohn leitet aus dieser Diagnose zwei dringende Aufgaben für westliche Industrienationen (wie Deutschland) ab, um den Wohlstand zu sichern:
Interne Förderung (Bildung): Massive Investitionen in die Qualifikation der eigenen Bevölkerung, insbesondere in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), um international wettbewerbsfähig zu bleiben.
Externe Strategie (Einwanderungspolitik): Ein „Kampf um die Besten“. Da die Demografie in vielen westlichen Ländern schrumpft, muss Einwanderung laut Heinsohn gezielt als Akquise von Talenten verstanden werden (ähnlich dem Modell Kanadas oder Australiens), nicht primär als humanitäre Hilfe. Wer nicht die „Klugen“ anzieht, verliert den Anschluss.
Zusammenfassende Bewertung der These
Heinsohns Ansatz ist provokant, weil er Ungleichheit nicht als Folge von Ausbeutung oder Kolonialismus primär erklärt, sondern als Folge von Bildungsunterschieden. Er fordert eine Abkehr von „Wunschdenken“ hin zu einer harten Realpolitik der Kompetenzsicherung.
Das Feedback der Leser bestätigt, dass Heinsohns Buch genau dort ansetzt, wo öffentliche Debatten oft enden: bei der unbequemen Verknüpfung von Demografie, Intelligenzforschung und wirtschaftlicher Macht.
Die von Ihnen geteilten Rezensionen, insbesondere die von "Anton Bruch", heben zwei wesentliche Aspekte hervor, die helfen, das Buch einzuordnen:
1. Der "Sarrazin-Effekt" (Innenperspektive)
Der Rezensent zieht eine direkte Linie zu Thilo Sarrazin („Deutschland schafft sich ab“).
Die Parallele: Beide Autoren argumentieren, dass ungesteuerte Zuwanderung aus bildungsfernen Schichten in Kombination mit einer niedrigen Geburtenrate der heimischen "Leistungsträger" zu einem Sinken des durchschnittlichen Kompetenzniveaus führt.
Die Kritik: Für den Rezensenten war dieser Teil „wenig neu“ und „unnötig zynisch“. Dies spiegelt wider, dass die rein nationale Debatte über Migration oft emotional und moralisch aufgeladen ist und die Argumente hier bereits bekannt waren.
2. Die geopolitische Dimension (Außenperspektive)
Das ist der Punkt, den die Leser als den eigentlichen Mehrwert des Buches empfinden. Heinsohn verlässt die nationale Ebene und betrachtet die Weltkarte als Ressourcenkarte der Intelligenz.
Multipolare Welt: Der Rezensent lobt die Analyse, wie sich die globale Machtbalance verschiebt – weg vom militärischen oder ideologischen Wettbewerb hin zu einem Wettbewerb um „Humanvermögen“.
Prognose: Die Erkenntnis ist, dass Macht in Zukunft dort liegt, wo die höchste Dichte an mathematisch-technischer Problemlösungskompetenz vorhanden ist (laut Heinsohn primär Ostasien).
Warum Leser das Buch als „medienkritisch“ empfinden
Viele Rezensenten betonen, dass diese Informationen „von den Medien eher nicht gerne verbreitet werden“. Dies liegt an der Brisanz von Heinsohns zentraler Variable: Der IQ bzw. die kognitive Kompetenz von Völkern. In der öffentlichen Debatte wird Ungleichheit meist durch externe Faktoren (Kolonialismus, Infrastruktur, politisches System) erklärt. Heinsohn hingegen nutzt psychometrische Daten (IQ-Tests, PISA-Ergebnisse) als Ursache für Wohlstand. Das bricht ein Tabu, da es biologische oder kulturell tief verankerte Unterschiede impliziert, die politisch schwer korrigierbar sind. Genau diesen „Tabubruch“ empfinden die Leser als „sachlich“ und „aufschlußreich“.
Zusammenfassung der Leserstimmen
Die Leser schätzen das Buch weniger als ideologisches Manifest, sondern als Warnruf. Sie sehen darin eine bestandsaufnahme, die zeigt, dass Deutschland (und der Westen) in einem globalen Wettlauf, den es bisher dominiert hat, zurückfällt, weil es die wichtigste Ressource – die Bildungselite – vernachlässigt.
Zustand: gebraucht
Autor(en): Gunnar Heinsohn
Publikations Jahr: 2019
Seiten: 232
Bindung: Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Herausgeber: Orell Füssli Verlag
EAN: 9783280057070
ISBN: 3280057078
Gewicht: 182.0 g
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